Die PRP Behandlung: Alles über die neue Therapie bei Haarausfall


Bekannt aus der Sportmedizin und als Lifting-Methode zur Hautverjüngung erobert die PRP Eigenbluttherapie nun auch die Welt der Haare. Die Wachstumsfaktoren aus dem eigenen Blut leisten Erstaunliches bei der Regeneration beschädigter Haarwurzeln. Wie die Methode funktioniert und alles, was es über sie zu wissen gibt, beantworten wir Ihnen kurz und knackig hier. Kommen auch Sie für die PRP Behandlung in Frage? Finden Sie es heraus. Viel Spaß beim Lesen!

Was ist die PRP Behandlung und wie funktioniert sie?


 

1) Blut wird entnommen

2) Blut wird zentrifugiert

3) gewonnenes PRP wird injiziert

PRP (=Platelet Rich Plasma) heißt „Plättchenreiches Plasma“ . Es kann zur Stärkung der Haare und Bekämpfung von Haarausfall in die Kopfhaut injiziert werden.

Wie funktioniert’s? Im Vorfeld der Behandlung wird erst einmal die Haarsituation und die Kopfhaut des Patienten analysiert, denn das PRP wird nur dort injiziert, wo es auch benötigt wird, also an den kahlen Stellen.

Im nächsten Schritt wird dem Patienten Blut abgenommen, welches anschließend in einer Zentrifuge aufbereitet und in seine Bestandteile zerlegt wird. Blut besteht aus Erythrozyten, thrombozytenarmem Plasma (PPP) und thrombozytenreichem Plasma (PRP).

Das plättchenreiche Blutplasma wird anschließend in 2 – 3 mm Tiefe unter die Kopfhaut des Patienten gespritzt. Dort stimuliert es die Zellregeneration beschädigter Haarwurzeln. Das konzentrierte plättchenreiche Blutplasma enthält eine besonders große Menge an Proteinen und Wachstumsfaktoren, die Haarausfall stoppen und das Haarwachstum anregen können. Dem Patienten werden etwa 15 – 20 ml Blut abgenommen. Nach dem Vorgang des Zentrifugierens verbleiben etwa 4 – 6 ml PRP, das für die Behandlung zum Einsatz kommt.

Von der Behandlung profitieren kann grundsätzlich jeder, der seinem Haar etwas Gutes tun möchte. Nicht nur bei sich bereits abzeichnendem Haarausfall ist sie sinnvoll. Auch bei schütterem, dünnen oder strapaziertem Haar kann sie große Unterschiede erzielen.

Wie oft muss die PRP Behandlung für die Haare durchgeführt werden?


Für erste Verbesserungen der Haarstruktur und zum Stoppen von Haarausfall sind mindestens 3 Sitzungen notwendig. Von Experten empfohlen werden jedoch 6 – 8 Behandlungen. Dies unterscheidet sich je nach Physiologie des Patienten. Die PRP Therapie sollte bei den ersten drei Terminen in 4-wöchentlichen Abständen erfolgen. Danach, also ab der 4. Behandlung dürfen auch 8 Wochen dazwischen liegen. Um im Anschluss den Behandlungserfolg aufrechtzuhalten, sollte die PRP Eigenbluttherapie mindestens einmal jährlich erfolgen. Eine Sitzung dauert übrigens 30 bis 45 Minuten.

Was muss vor der PRP Behandlung beachtet werden?


Die PRP Behandlung Erfahrungen haben ergeben, dass folgende Aspekte vor der Sitzung beachtet werden sollten:

  • Mindestens 2 Tage vorher sollte auf Alkohol verzichtet werden.
  • Mindestens 7 Tage vor der Behandlung sollte die Einnahme von blutverdünnenden Mitteln (nur unter Anweisung des Arztes) eingestellt werden.
    • B. Aspirin, ASS, Volaren, Ibuprofen oder ähnliche Schmerz- und Rheumamittel
  • 2 Stunden vor der Behandlung sollte auf Koffein und Zigaretten verzichtet werden.
  • Vor dem Termin sollte ausreichend gegessen werden.

Wer sich im Vorfeld an diese Punkte hält, steigert seine Behandlungserfolge. Daher ist es ratsam, sich auf die PRP Behandlung Erfahrungen zu verlassen und sich gut auf seine Termine vorzubereiten.

Hat die Behandlung Nebenwirkungen?


Das Tolle an der PRP Therapie ist, dass keine Nebenwirkungen bekannt sind, da ausschließlich das eigene Blut zum Einsatz kommt. Es kommen keine Zusätze zum Einsatz, sodass allergische Reaktionen und Infektionen äußerst unwahrscheinlich sind. Selten können Blutergüsse, Rötungen und Schwellungen auftreten.

Was ist der Nutzen der PRP Behandlung?


Grundsätzliche steckt hinter der PRP Behandlung für Haare die Idee, Haarausfall zu stoppen, da „schlafende“ Haarwurzeln wieder aktiviert werden können. Das plättchenreiche Plasma stärkt die Durchblutung an den Haarfollikeln und stimuliert so deren Aktivität. Je früher die Behandlung bei Haarausfall zum Einsatz kommt, desto besser und wirkungsvoller. Kurzzeitstudien haben ergeben, dass sich die Haardichte der Probanden um 12 bis 50 % erhöht hat. Auch direkt nach einer Haartransplantation ist die PRP Behandlung sinnvoll, da sie zu schnelleren Ergebnissen führt, die Anwuchsrate der verpflanzten Haarfollikel erhöht und anhaltender Haarausfall verzögert wird.

Da die Physiologie jedes Menschen unterschiedlich ist, gibt es keine Garantie, dass dieses Ziel jedes Mal erreicht werden kann. Zumindest einmal verbessert sich die Haarstruktur deutlich. Das Haar wird dicker und zugfester. Weiterhin kann sich die Therapie auch positiv auf Allergien und Schuppenflechte auswirken.

Hilft eine PRP-Behandlung bei Geheimratsecken?


Die Erfahrung bei PRP Behandlungen für Haare hat gezeigt, dass durchaus auch Geheimratsecken verschwinden können. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich an den betreffenden Stellen unter der Haut noch Haarwurzeln befinden. Sollte dies nicht der Fall sein, ist das PRP auch keine Zauberwaffe, die neue Haarfollikel hervorrufen kann. Wo also keine Haarwurzeln mehr sind, kann auch kein Haar herbeigezaubert werden.

Wie schmerzhaft ist die PRP Therapie?


Das PRP kann grundsätzlich ein leichtes Brennen an der Einstichstelle erzeugen bis der Körper so zu sagen „erkannt“ hat, dass es sich um das eigene Blut handelt und keinen Fremdkörper, der bekämpft werden muss. Es muss außerdem bedacht werden, dass die Injektionen mittels einer Spritze erfolgen. Diesen kurzen Schmerz kennt wohl jeder. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das Schmerzempfinden der Patienten etwas äußerst Subjektives ist, das individuell stark variieren kann. Letzten Endes ist die Behandlung dennoch gut auszuhalten und auch das Brennen verschwindet schnell wieder. Der kurze Eingriff wird übrigens ohne Betäubung vollzogen.

Muss nach der PRP Behandlung auf etwas Besonderes verzichtet werden?


Am Tag der Behandlung sollte der Patient auf Shampoo komplett verzichten. Erst am darauffolgenden Tag darf er wieder darauf zugreifen. Außerdem dürfen auch keine schweren körperlichen Tätigkeiten vorgenommen werden. Wer anstrengenden Kraftsport betreibt, sollte diesen mindestens 1 – 2 Tage nach der Behandlung aussetzen. Bei starker Sonneneinstrahlung ist es von Vorteil, für einen Tag eine lockere Kopfbedeckung als Schutz zu tragen.

Wer ist für die PRP Therapie nicht geeignet bzw. welche Kontraindikationen gibt es?


Solche Patienten, die an Krankheiten (alle Autoimmunkrankheiten) wie HIV, Syphilis, Hepatitis C, Tumoren oder Krebs leiden, kommen für die Behandlung nicht in Frage. Auch Durchblutungsstörungen (z.B. Bluter) sind ein Ausschlusskriterium. Schwangere werden ebenfalls nicht für die PRP Therapie zugelassen.

Wie teuer ist eine PRP-Behandlung?


Die PRP Behandlung Kosten variieren. Im deutschen Raum können sie bis zu 650 € erreichen. Bei Elithairtransplant (einer der führenden Anbieter im Bereich der Haarbehandlungen) liegt eine Sitzung bei 250 €. Im Paket von 6 Behandlungen kostet eine Sitzung rechnerisch 166,67 € (insgesamt 1000€) Jede weitere PRP kostet dann nur noch 150 €. Damit ist Elithairtransplant im bundesdeutschen Vergleich einer der günstigsten Anbieter.

Wo kann man sich einer PRP Behandlung in Deutschland unterziehen?


Elithairtransplant hat mittlerweile Standorte für die PRP Behandlung in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und München. Aufgrund starker Nachfrage werden eventuell noch weitere Städte als Anlaufstellen folgen. Die Behandlung erfolgt in sauberen, lichtdurchfluteten Praxen. Süßigkeiten und Getränke werden ebenfalls zur Verfügung gestellt.

Wann kann die PRP Behandlung nach einer Haartransplantation vorgenommen werden?


Bei Elithairtransplant erfolgt unmittelbar nach der Eigenhaarverpflanzung die erste PRP Behandlung. Dies ist für den Patienten komplett schmerzfrei, da die Kopfhaut noch von der OP betäubt ist. Die nächste kann dann frühestens nach Ablauf von 4 Wochen durchgeführt werden. Vor allem in Kombination mit einer Haartransplantation ist eine PRP Therapie sehr sinnvoll aufgrund folgender Aspekte:

  • Die Anwuchsrate der transplantierten Haarwurzeln wird erhöht
  • Die ersten Ergebnisse nach der OP werden schneller sichtbar
  • Fortschreitender Haarausfall wird verlangsamt

Die PRP Therapie kann selbstverständlich sowohl in Kombination mit einer Eigenhaarverpflanzung als auch separat erfolgen.

Weitere Einsatzgebiete der PRP Behandlung

Neben der Bekämpfung von Haarausfall wird die Eigenbluttherapie noch in weiteren Feldern erfolgreich eingesetzt. Stars wie Kim Kardashian haben das so genannte „Vampirlifting“ bekannt gemacht. Dabei handelt es sich um die PRP Therapie zur Hautverjüngung im Gesicht und auf dem Dekolleté und die Bekämpfung von Falten. Grundsätzlich kann mit der Methode jede Art von alterndem Gewebe regeneriert werden. Narben können verbessert werden und die Wundheilung wird beschleunigt. Auch in der Orthopädie und der Sportmedizin findet die PRP Behandlung schon lange Anwendung. Aktuellen Schätzungen zufolge arbeiten ca. die Hälfte der Basketball- und Fußballvereine heutzutage mit PRP zur schnelleren Regeneration nach Verletzungen. Bis 2011 war PRP verboten im Sport, da Dopingfahnder die natürlichen Wachstumsfaktoren nicht von künstlichen unterscheiden konnten. Die leistungsfördernde Wirkung von PRP ist in der Sportmedizin allgemein anerkannt.

Fazit

Die PRP Behandlung zur Bekämpfung von Haarausfall entspricht neuesten medizinischen Standards und erfreut sich großer Behandlungserfolge. Dabei kann die Therapie sowohl in Konstellation mit der Haartransplantation als auch unabhängig davon angewandt werden. Sie versorgt beschädigte Haarwurzeln nachweislich mit wichtigen Nährstoffen und regt dort die Durchblutung an, die für die Produktion neuer Haare essentiell ist. Auf diese Weise kann Haarausfall gestoppt, zumindest aber das vorhandene Haar gestärkt werden. Sowohl Männer als auch Frauen können von dieser Methode profitieren. Auch Frauen leiden häufig unter diffuser werdendem Haar und Geheimratsecken. Empfohlen werden 6 – 8 Sitzungen für sichtbare Ergebnisse. Da jeder Körper individuell ist aufgrund des Alters, Geschlechts, Stoffwechsels, Ernährung etc. schlägt die Eigenbluttherapie bei jedem Menschen unterschiedlich an. So können sogar bereits nach einer Behandlung erste Erfolge zutage treten. Grundsätzlich gilt: Dort, wo sich keine Haarwurzeln unter der Haut befinden, kann auch kein neues Haar mehr wachsen. Sollten sich unter der Oberfläche jedoch noch intakte, lediglich beschädigte Haarfollikel befinden, können diese reaktiviert werden und dadurch die Produktion wiederaufnehmen.